Anne-Kathrin H. – ist (nicht nur) als Lehrerin für ihre Schüler_innen da

Anne-Kathrin H. ist Lehrerin an einem Berufskolleg und unterrichtet die Fächer Sozialpädagogik und Evangelische Religionslehre. Zu Beginn des neuen Schuljahres in NRW berichtet sie im Rahmen eines „Care Portraits“ von ihren Ansichten und Erfahrungen.

In den letzten Wochen war ich vor allem damit beschäftigt…

mich vom anstrengenden letzten Schuljahr zu erholen. Die Zeit seit Beginn der Pandemie hat alle Beteiligte enorm viel Kraft gekostet. Nicht zu wissen, unter welchen Umständen es wann, wie und mit wem im Unterricht weitergeht, die Sorge vor einer eigenen oder einer Ansteckung anderer in der Schule und auch das Erfahren darum, wie belastend die Situation für viele meiner Schüler_innen und Kolleg_innen war, habe ich als sehr herausfordernd empfunden. Gleichzeitig war der Online-Unterricht eine spannende und bereichernde Erfahrung und ich konnte in diesem Bereich meine Kompetenzen weiterentwickeln.

Mein persönlicher Care-Lichtblick ist momentan…

die Hoffnung, dass mein Sohn in den kommenden Monaten aufgrund seines jungen Alters wenn, dann allenfalls nur leicht an Corona erkranken und hoffentlich keine Spätfolgen entwickeln wird. In der Schule freue ich mich zu Beginn des neuen Schuljahres auf die neuen und „alten“, lieb gewonnenen Schüler_innen und Kolleg_innen und – hoffentlich – durch den Impffortschritt zunehmend mehr „Normalität“.

Sich um andere zu sorgen, bedeutet für mich, …

mich ein Stück weit auf die andere Person mit Ihren Bedürfnissen und Gefühlen einzulassen. Konkret auf meine berufliche Tätigkeit bezogen bedeutet das, nicht nur als Lehr-, sondern auch als Bezugs- und Vertrauensperson für die Belange meiner Schüler_innen offen und da zu sein – nicht erst, aber ganz besonders seit der Pandemie.

Meine Vorstellung von einer „Sorgenden Gemeinschaft“ umfasst…

konkrete Maßnahmen, die dazu führen, dass vermeintlich „schwächere“ Mitglieder der Gemeinschaft in unserer Mitte sind, anstatt am Rand, und in diesem Sinne niemand ausgegrenzt und/oder vergessen wird.

Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass…

sich meine Schüler_innen angenommen und unterstützt fühlen, dass ihre Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche gehört und geachtet werden und dass sie nicht nur auf ihren individuellen Lern-, sondern auch Lebenswegen möchlichst gut begleitet werden.

Hoffentlich bleibt nach „Corona“…

das Bewusstsein dafür, dass man ein wichtiges Ziel gemeinsam erreichen kann.

Bild/Quelle: Nicole Baster on Unsplash

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