Es stimmt: Wir sind, worum wir uns sorgen. Die Sorge um sich selbst ist naheliegend, die Sorge um nahe Angehörige ebenso. Die Sorge um andere und das Gemeinwesen kann Menschen auszeichnen.
In Zeiten der Corona-Krise ist Sorge (CARE) Thema vieler, die sich professionell engagieren – als Ärzt_innen, Pflege-, Rettungs- oder Sicherheitskräfte oder auch als politisch Verantwortliche. Versorgung ist aber auch Thema zahlloser Organisationen im weiten Feld des Gesundheits- und Sozialwesens. Vor allem aber ist Sorge und Versorgung Thema derer, die erkrankt, gesundheitlich angeschlagen oder hilfebedürftig sind, und Thema all derer, die sich um sie, sich selbst und auch die Gesellschaft Sorgen machen.

Ohne die Sorge anderer können wir nicht leben. Die aktuelle Care-Debatte in Wissenschaft und Öffentlichkeit, die die Sorgepotenziale professioneller Hilfe und die Zukunft einer sorgenden Gesellschaft in den Blick nimmt, weckt den Sinn für lebensbedeutsame zivilgesellschaftliche Potenziale. Sie hilft mit, dass im Herzen der Gesellschaft neue Solidarformen wiedererstarken – angesichts zunehmender Isolierung, Einsamkeit und Spaltungstendenzen in der Gesellschaft ein wegweisendes Zukunftsprojekt.

Inmitten einer von der Pandemie ergriffenen Gesellschaft ereignet sich viel Gutes und Lichtvolles – trotz sich überschlagender Alarmmeldungen und Schreckensberichten. Oft genug lässt es sich aber nicht auf den ersten Blick erkennen. Um unseren Sinn für solche LICHTBLICKE zu schärfen, sammelt das Projekt „Versorgungsbrücken statt Versorgungslücken“ diese in diesem Blog ein – in Form von inspirierenden Impulsen, bewegenden Beispielen, tröstlichen Geschichten, spirituellen Notizen, weiterführenden Gedanken oder hoffnungsvollen, mutigen Initiativen. Lassen wir uns überraschen, was da zutage tritt.

Wir verbinden und verbünden uns auf diesem Wege mit allen (sich) sorgenden und versorgten Menschen. Vor allem aber laden wir alle ausdrücklich dazu ein, sich mit ihren Impulsen, Beispielen, Geschichten, Notizen oder Initiativen aktiv an unserem Blog zu beteiligen. Lassen Sie sich ansprechen, und ergreifen Sie die Gelegenheit!

Die Redaktion:
Rainer Krockauer, Ulrich Feeser-Lichterfeld, Marion Riese und Johannes Mertens (5.4.2020)

„Versorgungsbrücken statt Versorgungslücken“ ist ein Projekt von

s_inn ist ein Verbundprojekt der

Im Rahmen der Fördermaßnahmen