{"id":1189,"date":"2021-03-10T05:40:00","date_gmt":"2021-03-10T04:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.care-lichtblicke.de\/?p=1189"},"modified":"2021-03-08T15:12:55","modified_gmt":"2021-03-08T14:12:55","slug":"appell-jetzt-handeln-personal-im-gesundheitswesen-vor-burnout","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.care-lichtblicke.de\/index.php\/2021\/03\/10\/appell-jetzt-handeln-personal-im-gesundheitswesen-vor-burnout\/","title":{"rendered":"Appell: Jetzt handeln: Personal im Gesundheitswesen vor Burnout!"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-group has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dcfaee\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p style=\"font-size:19px\">Liebe Lesenden, liebe Kolleg*innen,<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\">gerne m\u00f6chte Ich die M\u00f6glichkeit nutzen und hier auf unseren Appell der deutschen Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin e.V. hinweisen sowie Sie zum lesen und weiterleiten anregen. Weiterf\u00fchrende Links finden Sie am Ende des Beitrages.  <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4>T\u00e4glicher Umgang mit Notf\u00e4llen, Leid, Sterben und Tod fordert seinen Tribut \u2013 Entlastung, psychosoziale Unterst\u00fctzung und Pr\u00e4vention dringend erforderlich \u2013 Aufruf an Fachverb\u00e4nde, sich anzuschlie\u00dfen!<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit dem dringenden Appell \u201eJetzt handeln: Personal im Gesundheitswesen vor Burnout!\u201c wenden sich heute diverse Fachgesellschaften, Berufsverb\u00e4nde und Stiftungen unter Federf\u00fchrung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin (DGP) in ernster Sorge um die hohe Belastung der Gesundheitsfachkr\u00e4fte durch die Corona-Pandemie an die Politik. \u201eIn Anbetracht dieser ununterbrochenen Konfrontation mit Notfallsituationen, teils leidvollem Sterben und Tod ist Entlastung f\u00fcr Gesundheitsfachkr\u00e4fte durch den Einsatz psychosozialer Fachkr\u00e4fte in Versor-gungsbereichen mit hoher Belastung unerl\u00e4sslich.\u201c, so <em>Dipl.-Psych. Urs M\u00fcnch<\/em>, Vizepr\u00e4sident der DGP, Psychologischer Psychotherapeut und Psychoonkologe. Die DGP ruft Fachverb\u00e4nde und -gesellschaften dazu auf, sich dem Appell anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h4>\u00dcberlastung der Gesundheitsfachkr\u00e4fte durch zahlreiche Stressoren<\/h4>\n\n\n\n<p>\u201eDie Corona-Pandemie f\u00fchrt in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung zur \u00dcberlastung der Gesundheitsfachkr\u00e4fte. Sie sind seit einem Jahr dauerhaft zahlreichen Stressoren ausgesetzt.\u201c unterstreicht DGP-Pr\u00e4sidentin <em>Prof. Dr. Claudia Bausewein<\/em>, die als Direktorin der Klinik und Poliklinik f\u00fcr Palliativmedizin am LMU Klinikum, Campus Gro\u00dfhadern, erlebt, welche Kraftanstrengung dies t\u00e4glich f\u00fcr die Teams bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBesonders zu schaffen machen den Fachkr\u00e4ften neben dem t\u00e4glichen Umgang mit Notf\u00e4llen, Leid, Sterben und Tod die Ausf\u00e4lle ihrer Kolleginnen und Kollegen durch Covid-19-Erkrankungen oder Quarant\u00e4ne, die physische und psychische Herausforderung bei der Pflege beatmeter wie nicht beatmeter Covid-19-Erkrankter, das eigene Infektionsrisiko inclusive der Covid-19-Stigmatisierung und der erh\u00f6hte Betreuungsaufwand von durch Besuchsverbote vereinsamten Menschen.\u201c betont <em>Heidi M\u00fcller<\/em>, Dipl.-Politologin, Trauerforscherin und Trauer-beraterin, Sprecherin der AG Psychosoziale und Spirituelle Versorgung der DGP und Erstautorin des Aufrufs.<\/p>\n\n\n\n<h4>Bedarf an psychosozialer Unterst\u00fctzung in allen Arbeitsbereichen<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Problem gilt f\u00fcr alle Arbeitsbereiche: Alten- und Pflegeheime, ambulante Versorgung Schwerstkranker und Kliniken, dort insbesondere auf COVID-19- und Intensivstationen. Die wirtschaftlichen Kosten der gesundheitlichen Folgen, wie z.B. Posttraumatische Belastungsst\u00f6rungen oder Depressionen, werden durch Arbeitsausf\u00e4lle, Behandlungskosten, dauerhaften Personalmangel massiv und hoch ausfallen. Das Rahmenkonzept f\u00fcr den Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren (CBRN) des Bundesamts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe thematisiere zwar psychosoziale Unterst\u00fctzung f\u00fcr Professionelle in Schadens- und Gefahrenlagen, biete aber keinen Ansatz f\u00fcr eine konkrete Umsetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs besteht akuter Bedarf an Entlastung der Gesundheitsfachkr\u00e4fte!\u201c so die Unterzeichnenden des Appells, genannt werden insbesondere Pflegende wie auch \u00c4rztinnen und \u00c4rzte. Da strukturelle Schwachstellen wie der Mangel an Pflegekr\u00e4ften so schnell nicht behoben werden k\u00f6nnen, muss dies vorrangig durch psychologische, psychotherapeutische, soziale und spirituelle Unterst\u00fctzung Schwerstkranker, deren An- und Zugeh\u00f6riger wie auch pflegender Angeh\u00f6riger geschehen. Unumg\u00e4nglich ist au\u00dferdem pr\u00e4ventive Hilfe f\u00fcr betroffene Gesundheitsfachkr\u00e4fte, Schwerstkranke und deren An- und Zugeh\u00f6rige, auch, um Folgekosten durch langwierige psychische St\u00f6rungen und deren Behandlungen zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<h4>Zur Entlastung zus\u00e4tzliche Fachkr\u00e4fte dringend erforderlich<\/h4>\n\n\n\n<p>\u201eWir fordern Sie auf, eine L\u00f6sung zur Entlastung der von COVID-19 besonders betroffenen Bereiche der Gesundheitsversorgung zu finden, die auch den Grunds\u00e4tzen des Rahmenkonzepts des CBRN-Schutzes f\u00fcr eine Pandemie entspricht.\u201c Es sei dringend daf\u00fcr zu sorgen, dass die von COVID-19 besonders betroffenen Bereiche der Gesundheitsversorgung mit zus\u00e4tzlichen Fachkr\u00e4ften aus der Psychologie, Psychotherapie, Neuropsychologie, Sozialarbeit und Spiritual Care bzw. Seelsorge gest\u00e4rkt werden, appellieren die unterzeichnenden Fachgesellschaften und Berufsverb\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzfristig profitieren k\u00f6nnten COVID-19-Stationen und Intensivstationen in den Kliniken, Alten- und Pflegeheime und die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Mittel- und langfristig braucht es zum Schutz der durch eine Pandemie besonders belasteten Gesundheitsfachkr\u00e4fte im Sinne des Rahmenkonzepts f\u00fcr den CBRN-Schutz ein nachhaltiges Konzept, das letztlich die psychische Gesundheit aller im Gesundheitssystem durch die Pandemie besonders belasteten Personengruppen sowohl aus ethisch-moralischer als auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive gew\u00e4hrleistet. Die Unterzeichnenden stellen ihre Expertise gerne beratend zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative zum Appell hat die DGP als wissenschaftliche Fachgesellschaft mit \u00fcber 6.000 Mitgliedern aus der Hospiz- und Palliativversorgung ergriffen, \u201eweil wir aus unserer Erfahrung um den wirksamen Effekt multiprofessionellen Arbeitens und der regelhaften Einbeziehung psychosozialer und spiritueller Fachkr\u00e4fte wissen\u201c, so <em>Susanne Kiepke-Ziemes<\/em>, Dipl.-Sozialarbeiterin und Systemische Therapeutin, ebenfalls Sprecherin der AG Psychosoziale und Spirituelle Versorgung der DGP und Mitautorin des Aufrufs.<\/p>\n\n\n\n<h4>Unterzeichnet haben bis zum 3. M\u00e4rz:<\/h4>\n\n\n\n<ul><li>Berufsverband f\u00fcr Anthroposophische Kunsttherapie (BVAKT)<\/li><li>Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)<\/li><li>Bundesarbeitsgemeinschaft K\u00fcnstlerische Therapien (BAG-KT)<\/li><li>Bundesarbeitsgemeinschaft Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (BAG-SAPV)<\/li><li>#dauerhaftsystemrelevant<\/li><li>Deutsche Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Psychosoziale Onkologie e.V. (dapo)<\/li><li>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin e.V. (DGP)<\/li><li>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. (DGSF)<\/li><li>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Verhaltenstherapie e.V. (DGVT)<\/li><li>Deutsche PalliativStiftung (DPS)<\/li><li>Deutsche Vereinigung f\u00fcr Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. (DVSG)<\/li><li>Deutscher Berufsverband f\u00fcr Soziale Arbeit e.V. (DBSH)<\/li><li>Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV)<\/li><li>Gesellschaft f\u00fcr Neuropsychologie e.V. (GNP)<\/li><li>Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in der Gesellschaft f\u00fcr P\u00e4diatrische Onkologie und H\u00e4matologie (PSAPOH)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dgpalliativmedizin.de\/category\/186-stellungnahmen-2021.html?download=1070\">https:\/\/www.dgpalliativmedizin.de\/category\/186-stellungnahmen-2021.html?download=1070<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dgpalliativmedizin.de\/dgp-aktuell\/appell-jetzt-handeln-personal-im-gesundheitswesen-vor-burnout.html\">https:\/\/www.dgpalliativmedizin.de\/dgp-aktuell\/appell-jetzt-handeln-personal-im-gesundheitswesen-vor-burnout.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Bild \/ Quelle: Armin Lotfi \/ unsplash <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Lesenden, liebe Kolleg*innen, gerne m\u00f6chte Ich die M\u00f6glichkeit nutzen und hier auf unseren Appell der deutschen Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin e.V. hinweisen sowie Sie zum lesen und weiterleiten anregen. 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